Toiletten im Wald: Zehn Toiletten für den Forstbetrieb Studenland

Barrierefreies Kompotoi Piazza beim Auenschutzgebiet Aue Chly Rhy in Zurzach.

Komposttoiletten eignen sich besonders für Waldstandorte ohne Wasser-, Strom- oder Kanalisationsanschluss und bieten je nach Standort eine flexible Toilettenlösung. Revierförster Felix Stauber vom Forstbetrieb Studenland erzählt im Video-Interview, wie die zehn Kompotois bei der Bevölkerung ankommen, warum öffentliche Toiletten im Wald wichtig sind und weshalb Komposttoiletten für ihn die beste Lösung sind.

Schnellübersicht

Darum sind öffentliche Toiletten im Wald sinnvoll

Rund ein Drittel der Schweiz ist bewaldet und laut der BAFU-Bevölkerungsumfrage WaMos 3 besuchen über 95 % der Befragten den Wald mehr oder weniger regelmässig. Damit ist der Wald einer der wichtigsten Erholungsräume der Schweizer Bevölkerung. Wo so viele Menschen täglich im Wald Velo fahren, grillieren, mit Kindern Zeit verbringen und spazieren, entsteht aber auch ein ganz alltägliches Bedürfnis: der Gang zur Toilette. Was passiert, wenn keine vorhanden ist, weiss Felix Stauber, Revierförster und Betriebsleiter des Forstbetriebs Studenland. Gerade rund um stark frequentierte Feuerstellen sammeln sich schnell menschliche Hinterlassenschaften in der näheren Umgebung.

«Zum Teil ist das unerträglich, wenn ein Feuerplatz häufig besucht wird. Dann soll man Brennholz sammeln im Gebüsch und gleichzeitig ist dort ein öffentliches WC. Das passt einfach schlecht zusammen.»

Der Forstbetrieb Studenland bewirtschaftet über 1’000 Hektaren öffentliche Waldfläche in fünf Aargauer Gemeinden: Schneisingen, Ehrendingen, Zurzach, Siglistorf sowie Mellikon. Neben der Waldpflege und der Holznutzung beschäftigt sich der Forstbetrieb aber eben auch mit der Erholungsfunktion des Waldes. Felix Stauber beobachtet, dass öffentliche Toiletten sogar beeinflussen, wo genau sich Menschen aufhalten: Entlang von Spazier- und Bikerouten gibt es Orte, an denen Besucher bewusst einen «Boxenstopp» einlegen, weil dort eine Toilette zur Verfügung steht. Denn: Eine gute Erholungsinfrastruktur macht einen Platz attraktiver und verhindert gleichzeitig, dass das umliegende Gebüsch zur Toilette wird. 

Warum chemische Toiletten im Wald oft nicht bewilligt werden

Toiletten im Wald aufzustellen ist allerdings nicht ganz so einfach: «Es ist neu zwingend, dass man eine Baubewilligung hat für Toiletten, die länger als drei Monate an einem Ort stehen», sagt Felix Stauber. «Das gilt im Wald und in Landschaftsschutzzonen und es ist gängige Praxis, dass keine chemischen Toiletten bewilligt werden.»

Eine Entwicklung, die der Revierförster unterstützt, denn der Wald, sein Arbeitsgebiet, muss geschützt, gepflegt und erhalten werden. Nachhaltigkeit ist ein tägliches Thema für Felix und sein 14-köpfiges Team. Obwohl es kantonale Unterschiede gibt, ob Baubewilligungen für Toiletten eingeholt werden müssen oder nicht, ist Felix Stauber überzeugt, dass sich künftig auch andere Gemeinden und Forstbetriebe verstärkt mit Alternativen zu Chemietoiletten beschäftigen werden müssen. 

«Es ist gängige Praxis, dass im Wald keine chemischen Toiletten bewilligt werden. Andere Gemeinden und andere Forstbetriebe werden sich zwangsläufig mit dem Thema auseinandersetzen müssen.»

«Es ist ganz klar, dass Komposttoiletten einen riesigen Vorteil haben. Das Image natürlich von chemischen Toiletten ist relativ schlecht. Sie stinken einfach chemisch. Eine Holztoilette riecht anders als eine chemische und Holz ist sympathisch, heimelig.»

Die ganze Erfolgsgeschichte
kompakt auf zwei Seiten

Von 0 auf 10 Kompotois in einem Jahr

Felix Stauber

… ist Betriebsleiter und Revierförster beim Forstbetrieb Studenland und ausserdem Leiter Technische Dienste in der Gemeinde Schneisingen. Seit über 20 Jahren ist er im Beruf tätig und unterstützt seitdem eine nachhaltige Waldentwicklung.

Seit nun knapp einem Jahr arbeitet der Forstbetrieb Studenland mit Komposttoiletten von Kompotoi. Was mit vier Kompotois begann, entwickelte sich innerhalb eines Jahres zu einer langfristigen Toilettenlösung für die Wälder des Studenlands. Schon kurze Zeit nach der ersten Anschaffung kamen weitere Anlagen hinzu. Mittlerweile stehen zehn Kompotois – und weitere Standorte sind denkbar. Für Felix Stauber ein klares Zeichen: Die Lösung funktioniert in der Praxis. 

«Und entsprechend ist auch das Feedback aus der Bevölkerung. Sie hat wirklich Freude, dass wir jetzt diese Infrastruktur auf die Beine gestellt haben!»

Doch welche Toilette passt wohin? Für Stauber muss jeder Standort einzeln betrachtet werden: Wie viele Menschen besuchen ihn? Wie ist er erreichbar? Wer nutzt ihn? Und braucht es eine barrierefreie Anlage? So setzt der Forstbetrieb an verschiedenen Standorten auch auf verschiedene Toilettenlösungen. Ein aktuelles Beispiel steht in Zurzach. Dort wurde das neuste Kompotoi des Forstbetriebs installiert: ein barrierefreies Kompotoi Piazza. Der Standort liegt in einem stark geschützten Gebiet, ist über einen Parkplatz gut erreichbar und entsprechend stark frequentiert. Gerade deshalb war für den Forstbetrieb klar, dass hier eine öffentliche Toilette hingehört. An den übrigen Standorten setzt der Forstbetrieb bislang auf Kompotoi Classics. Felix Stauber kann sich jedoch gut vorstellen, künftig weitere Standorte barrierefrei auszustatten. 

«Das Piazza gefällt mir persönlich sehr gut. Es ist geräumig und hat viel Platz – es ist mir schon fast wie ein Spiegelsaal vorgekommen!»

«Bei der Wartung sind wir flexibel. Wir können haben, was wir wollen – à la carte. Individuell pro Standort, und das ist die beste Lösung.»

Und wer kümmert sich um die Toiletten im Wald? Auch dafür hat der Forstbetrieb eine Lösung gefunden. Die Kompotois wurden gekauft, den Wartungsservice übernimmt jedoch Kompotoi. Das Wartungsintervall wird dabei nicht pauschal für alle Toiletten festgelegt. Je nach Standort und Besucherfrequenz kann häufiger oder seltener gewartet werden. Stellt sich heraus, dass ein Intervall nicht zum tatsächlichen Bedarf passt, wird er angepasst.

FAQ: Was dein Forstbetrieb über Kompotoi-Toiletten im Wald wissen muss

Nein, denn genau für solche Standorte sind Kompotois ideal geeignet. Eine Komposttoilette funktioniert ohne Wasser und ohne Kanalisation. Statt die Ausscheidungen wegzuspülen, werden sie mit der sogenannten Einstreu bedeckt (bspw. Hobelspäne), dann gesammelt und später kompostiert oder thermisch verwertet. Durch die Einstreu stinkt das Kompotoi nicht und es entsteht ein natürlicher Kreislauf ganz ohne Wasserverbrauch und ohne chemische Zusätze. Eine leistungsstarke Solarlampe sorgt für Licht auch im Dunkeln.

Das kommt ganz auf die Situation an. Wenn du das Kompotoi vor allem für die Sommermonate verwenden möchtest, könnte die Mietlösung eine bessere für dich sein. Die Kauflösung lohnt sich langfristig finanziell dann mehr, wenn die Toiletten, so wie im Fall Forstbetrieb Studenland., rund ums Jahr verwendet werden oder je nach Bedarf, z.B. für ein Event, verschoben werden sollen.

Das entscheidet ihr selbst. Kompotoi bietet verschiedene Wartungsmodelle an, von der kompletten Wartung durch Kompotoi bis zur Selbstwartung durch Kund:innen. Der Forstbetrieb Studenland lässt die komplette Wartung durch Kompotoi erledigen, jedoch nutzt er je nach Anlage unterschiedliche Intervalle und passt diese bei Bedarf an. 

Kompotois sind hochwertig, stabil und für den langfristigen Einsatz im Freien gebaut. Kompotois halten jeder Witterung stand und können ganzjährig verwendet werden, denn sie sind kälte- und schneeerprobt und werden regelmässig in Winter- und Skigebiete sowie auf Bergbaustellen geliefert. Dank des natürlichen Salzgehalts in den Ausscheidungen gefriert der Feststoffbehälter kaum, und das Dach ist für Schneelast ausgelegt. 

Vandalismus lässt sich im öffentlichen Raum nie vollständig ausschliessen. Kompotois sind jedoch robust konstruiert und gut reparierbar. Sollte tatsächlich etwas beschädigt werden, bedeutet das nicht gleich, dass die ganze Toilette ersetzt werden muss: Viele Schäden können repariert und einzelne Teile ausgetauscht werden. Das macht Kompotoi zu einer langlebigen Lösung. Der Forstbetrieb Studenland sagt dazu: “Das muss man versichern, und wir konnten das ganz einfach in die Sachversicherung aufnehmen.” 

Auch an einem Kompotoi für deinen Wald interessiert?

Holz aus dem Studenland wird zu Kompotois

Und für Felix Stauber gibt es noch einen ganz besonderen Grund, warum Kompotoi zum Forstbetrieb Studenland passt. Die Toiletten bestehen aus Holz, das seine Wurzeln buchstäblich im Studenland hat, denn der Forstbetrieb liefert Rundholz an den Produktionsbetrieb der Kompotois. Für den Förster schliesst sich damit ein Kreis:

«Ich bin schon ein bisschen stolz darauf, dass die Kompotoi-Kisten aus Holz gebaut sind, das in unserem Wald gewachsen ist. Der Baum braucht Dünger, damit er wächst, produziert Holz, wird geerntet, daraus entstehen Kompotois – und daraus wird wieder Dünger. Es gibt einen Kompost-Toiletten-Kreislauf.»

Komposttoiletten für deinen Wald?

Das Beispiel Studenland zeigt, dass öffentliche Toiletten im Wald ohne Chemie und Kanalisationsanschluss auskommen können. Vom mobilen Classic bis zum barrierefreien Piazza lässt sich für unterschiedliche Standorte eine passende Lösung finden – inklusive individuell abgestimmter Wartung.

Sucht auch dein Forstbetrieb oder deine Gemeinde nach einer Toilettenlösung für Wald, Feuerstellen, Wanderwege oder andere Naherholungsgebiete?

Kontaktiere uns für eine unverbindliche Offerte oder Beratung und gemeinsam finden wir die passende Lösung für deinen Wald.

Kompotoi Classic Toilette im Wald bei der Feuerstelle Heidewybliloch im Studenland.
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