
Am Flumserberg stehen drei nachhaltige öffentliche Toiletten. Die Kompotois stillen nicht nur ein menschliches Bedürfnis, sondern bieten echten Mehrwert für die Destination. Denn mit den richtigen Toiletten im Tourismus kann das Gästeerlebnis spürbar beeinflusst werden. Wie genau erklärt Rolf Blumer, Geschäftsführer von Flumserberg Tourismus.
Schnellübersicht
#KeinScheissMoment mit Kompotoi
Zurzeit sorgt die #Scheissmoment-Kampagne von Schweizer Alpenclub und Schweizer Wanderwegen für Aufsehen. Humorvolle Videos zeigen, dass das eigene Geschäft nicht einfach so in der Natur vollbracht werden kann. So heisst es beispielsweise: «#Scheissmoment, wenn du vorhandene Infrastruktur nicht nutzt.»
Was die Kampagne mit Humor vermittelt, ist ein ernstes Thema für Tourismusregionen. Oft entscheidet die Toiletten-Infrastruktur mit darüber, ob ein Aufenthalt positiv in Erinnerung bleibt. Fehlende stille Örtchen beeinträchtigen das Besuchserlebnis und sorgen für (ökologische) Verschmutzung. Wenn’s pressiert, muss eine Toilette her, aber eine richtige.
Interview mit Rolf Blumer, Geschäftsführer Flumserberg Tourismus
Warum sollten sich Tourismusorganisationen mit der Toiletten-Thematik auseinandersetzen?
Unser Wunsch ist es, dass die Gäste so lange wie möglich am Flumserberg bleiben. Dann drückt aber auch irgendwann die Blase. Deshalb ist es wichtig, für dieses Bedürfnis eine Hilfestellung zu bieten, denn die Hinterlassenschaften eines anderen zu sehen, ist weder in unserem Sinne, noch im Sinne des nächsten Gastes.
Deshalb stehen hier auf dem Rohan Rothirsch Erlebnisweg zwei öffentliche Toiletten.
Ja, auch in der heutigen Zeit ist das Geschäft eine intime Sache. Darum ist es wichtig, dass die Toilette vier feste Wände bietet und die Gäste sich entspannen können. Ich finde es lässig, dass die Kompotoi-Toiletten aus Holz und nicht aus Plastik sind, welches im Vergleich weniger emotional ist. Holz ist ein sympathisches, warmes Material. Und man geht allemal lieber auf diese Toilette, als hinter einen Baum zu sitzen. Aber auch die Nachhaltigkeit ist ein wichtiger Grund für unsere Wahl.
Nachhaltige Toiletten im Tourismus sind wichtig. Können Sie das erläutern?
Mit einer intakten Natur macht der Tourismus seinen Gästen am meisten Freude, bei jedem unserer Projekte wird deshalb ein ressourcenschonender Umgang gelebt.
Die Kompotois passen super in diese Mentalität, aber auch in die Landschaft. Sie sehen ein bisschen aus wie eine Hänsel und Gretel Hütte und passen einfach wunderbar zu uns in die Natur und zum Berg!
Was gilt es noch zu beachten für eine gute Tourismus-Toilette?
Es ist wichtig, dass die Toilette autark funktioniert – also keine Anschlüsse an Kanalisation oder Strom benötigt – aber auch, dass sie mit verschiedenen Transportmitteln transportiert werden kann. Im Winter kommt man mit den Pistenfahrzeugen fast überall hin, im Sommer nicht.
Rolf Blumer…
… ist Geschäftsführer von Flumserberg Tourismus und Walensee Tourismus. Zudem setzt er sich als Leiter Erlebnis Management der Heidiland Tourismus AG mit viel Engagement für nachhaltige Lösungen im Tourismus und ein ganzheitliches Gästeerlebnis in der Region ein.

«Kompotois sehen ein bisschen aus wie eine Hänsel und Gretel Hütte und passen einfach wunderbar zu uns in die Natur und zum Berg!»
Das Wichtigste in Kürze

Nachhaltige Toiletten im Tourismus beeinflussen das Gästeerlebnis spürbar, wie die Erfahrung am Flumserberg Tourismus zeigt:
- Wertschätzung für die Gäste: Wer Gäste lange halten will, braucht nicht nur schöne Aussichtspunkte, sondern auch eine nachhaltige Toiletten-Infrastruktur – ein oft unterschätzter Komfortfaktor im Tourismus.
- Gäste-Favorit: Kompotois aus Holz schaffen eine angenehme Atmosphäre, die Entspannung und Wohlgefühl fördert – ganz ohne Plastik und Chemie. Sie fügen sich harmonisch ins Landschaftsbild ein und werden von den Gästen geschätzt und pfleglich behandelt.
- Einfach im Betrieb: Kompotois sind autark, benötigen keinen Strom oder Wasseranschluss und können vom lokalen Werkpersonal problemlos gewartet werden. Kompotoi tauscht die vollen Kübel zentral beim Werkhof oder am gewünschten Ort aus.
- Flexibel für alle Jahreszeiten: Dank Doppelnutzung im Sommer und Winter sind Kompotois die idealen Tourismus-Toiletten und können je nach Bedarf verschoben werden – etwa mit dem Pistenfahrzeug oder Quad.
Sie sprechen die Wartung an, wie funktioniert das bei euch?
Chemietoiletten-Inhalte werden mit einem speziellen Lastwagen abgepumpt, auf dem Berg ist die Zufahrt oft nicht möglich. Mit den Kompotois kann der Werkdienst einfach mit dem Quad herfahren, putzen und Ersatzmaterial wie Klopapier und Einstreu nachfüllen und die Kübel wechseln. Diese werden bei der Werkdienst-Garage dann gelagert und von Kompotoi abgeholt. Für uns ist das eine ideale Lösung, wir haben eine zentralisierte Abholung und der Toiletteninhalt wird dazu noch kompostiert und den Kreislauf wieder zugefügt.
Was gilt es noch zu beachten, wenn Toiletten im Winter sowie Sommer genutzt werden müssen?
Im Winter sind alle Bahnanlagen und Gastrobetriebe geöffnet und dementsprechend auch mehr feste WC-Anlagen in Betrieb. Winterwanderer sind abseits der Pisten und auch langsamer unterwegs, deshalb sind wir froh, mit den Kompotois eine mobile Toilettenlösung gefunden zu haben, mit welchen wir die
«Ein Vorteil ist die Doppelnutzung Winter/Sommer: Wir können die Kompotois je nach Saison genau dorthin verschieben, wo wir sie gerade brauchen.»
Distanzen zwischen den festen WC-Anlagen überbrücken können. Dazu verschieben wir die Kompotois je nach Saison dorthin, wo wir sie gerade brauchen. Auch müssten wir einige WC’s im Winter abstellen, weil sonst die Leitungen zufrieren. Bei unserer Rastplatzhütte ist das der Fall. Im Winter ersetzen wir dieses Spülklo dann mit einem winterfesten Kompotoi.
Wie kommen die Kompotois bei den Gästen an?
Wir haben die Kompotois jetzt seit drei Jahren aufgestellt und bekommen durchweg positive Feedbacks von unseren Gästen. Wir hatten zuerst die Befürchtung, dass es an den wenig überwachten Orten mitten auf im Tourismusgebiet mehr Vandalismus geben könnte, aber das ist überhaupt nicht der Fall. Die Toiletten sind in sehr gutem Zustand. Und weil sie optisch schön und wertig aussehen, gehen die Gäste auch sorgfältig mit den Kompotois um, ganz im Sinne von “Das ist schön, das soll auch so bleiben.”
«Wir hatten die Befürchtung, dass es Vandalismus geben könnte, aber das ist überhaupt nicht der Fall. Die Toiletten sind in sehr gutem Zustand.»

Kompotois auch in deinem Tourismusgebiet!
Über 1’000 Kompotois sind bereits in der Schweiz im Einsatz – auch in beliebten Tourismusregionen wie Flumserberg, Zermatt oder Titlis. Die Toiletten fügen sich harmonisch in die Landschaft ein, benötigen kaum Unterhalt und ermöglichen dank Kompostierung einen geschlossenen natürlichen Kreislauf. Nachhaltige Toiletten sind kein Nice-to-have mehr, sondern ein Must-have – besonders in naturnahen Tourismusregionen.
Wer seinen Gästen ein rundum positives Erlebnis bieten will, kommt an moderner, ökologischer Toiletten-Infrastruktur nicht vorbei. Setze jetzt auf die nachhaltigen Tourismus-Toiletten von Kompotoi und verbessere das Besuchserlebnis deiner Gäste merklich. Frage jetzt unverbindlich eine Offerte an.








